Freiwillige Feuerwehr

Die freiwillige Feuerwehr Bartenstein ist eine Abteilung der freiw. Stützpunktfeuerwehr Schrozberg und hat aktuell 15 Mitglieder. Die Alarmierung erfolgt digital. Die Abteilung verfügt über ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) VW LT 35, Baujahr 2001, das im Gerätehaus in der Ortsmitte stationiert ist.

Als zukünftige Abteilung „Schrozberg-West“ rückt Bartenstein schon heute zusammen mit den Nachbarorten Ettenhausen und Riedbach aus. Ein neues, modernes Gerätehaus wird aktuell in der Niederstettener Straße gebaut. Ab 2021 soll ein Löschfahrzeug LF10 zur Verfügung stehen.

Abteilungskommandant Bartenstein: Frank Dräger
Kontakt: 0157 88480112 (Notruf: 112 !)
Web: www.feuerwehr-schrozberg.de

Geschichte der Feuerwehr Bartenstein

Leider haben wir keine Unterlagen, aus welchen hervorgeht, wann unsere Feuerwehr genau gegründet wurde. Jedoch ist anzunehmen, dass es etwa um 1886-1890 gewesen sein muss, denn am 07.06.1885 wurde vom damaligen württembergischen König Karl eine Landesfeuerlöschverordnung erlassen. Durch diese Verordnung wurden nun überall im Land Pflichtfeuerwehren gegründet. Bis dahin hatte jede Stadt oder Gemeinde eine eigene Feuerverordnung, auch Bartenstein.

Auszug aus der Feuerordnung von Bartenstein aus dem Jahr 1767

Der Hausknecht soll bei Tag und Nacht stets ein wachsames Auge auf die Kamine und die ganze Residenz, Ettenhausen und das ganze Land haben, soweit er sehen kann. Sollte es im Schloss brennen, hat er die große Glocke zu läuten, die Feuerfahne in der Richtung des Feuers heraus zu hängen und alle drei Kanonen auf dem Turm abzufeuern. Bei Brand in der Stadt oder in Ettenhausen soll er zwei Kanonen, auf dem Land eine Kanone abfeuern. Dann habe er die große Feuerglocke in bestimmtem Rhythmus zu läuten. Daraufhin habe der Mesner ihm zu helfen und eine weitere Glocke zu läuten. Die Trommler sollen, wenn die Sturmglocken läuten, solange trommeln, bis sich genügend Leute zum Löschen eingefunden haben.
Ein jeder Untertan soll sich mit seinem gefüllten Feuereimer bei der betreffenden Unglücksstelle einfinden, bei Unterlassung wird er mit 4 Rheinischen Gulden Strafe belangt. Von jedem Haushalt im ganzen Land (damit ist das Amt Bartenstein gemeint) sollen sich 2 starke Personen zur Hilfe einfinden, alles was nur Wasser tragen kann, soll ohne Zögern beim Brandort helfen.
Bei der Aufstellung der Reihen sollen Löwenwirt Wirt Kostmeier und Amtsschultheiß Kleinheinz das Kommando führen, vom Brunnen aus sollen sich die Leute in doppelter Reihe aufstellen, damit in der einen Reihe die vollen, in der anderen die leeren Eimer ein Jeder dem Anderen in die Hand gebe, bis das Feuergeläut wieder abgestellt wird.
Jeder Haushalt im ganzen Land soll vor seiner Haustür ein Gefäß mit Wasser stehen haben, wenn dies bei der Überprüfung nicht vorhanden ist, wird Strafe erhoben.

1981 wurde bei der Restaurierung der alten Feuerwehrspritze durch die Feuerwehrmannschaft als Vorbesitzer die Gemeinde Equarhofen festgestellt. Bei Recherchen vor Ort wurde von Zeitzeugen das Jahr 1918 als Verkaufsjahr nach Bartenstein genannt. Bis 1950 war diese, noch von Pferden gezogene Spritze, im Einsatz.
Bis 1935 waren alle Männer über 18 Jahre feuerwehrpflichtig. In diesem Jahr wurde nach einer Inspektion durch den Kreisfeuerwehrinspektor die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr empfohlen. Nach einer Übung wurde dieses Thema zur Diskussion gestellt, worauf sich 61 von 72 anwesende Feuerwehrmänner am 25. Mai 1935 zur Gründung dieser Freiwilligen Feuerwehr entschieden. Kommandanten waren damals Reinhardt, H. Schropp und A. Grötsch.
1949 wurde Fritz Hofmann Kommandant. Er engagierte sich intensiv für die Feuerwehr. Im gleichen Jahr wurde eine Alarmsirene auf dem Rathausdach installiert und der Feuerlöschteich unter dem Kriegerdenkmal gebaut. Der Feuerwehr gehörten damals 25 Mann an.
1950 kostete die Anschaffung einer TS 4 (Tragkraftspritze) über 1000 Mark. Die Feuerwehr trat dem Landesverband bei.
1954 wurde eine leistungsfähigere TS 8 angeschafft.
1956 wurde ein Opel “ Blitz „als Mannschafts- und Zugwagen für die TS 8 in Eigenleistung umgebaut.
1966 legte die erste Bartensteiner Gruppe das Leistungsabzeichen ab.
1969 wurde der Opel “ Blitz “ durch einen Ford Transit ersetzt.
1972 verlor die Feuerwehr Bartenstein im Zuge der Eingemeindung ihre Selbstständigkeit und ist nun, wie auch die Abteilungen von Riedbach, Ettenhausen usw. Teil der Gesamtfeuerwehr Schrozberg.
1979 trat Kommandant Fritz Hofmann altersbedingt zurück und wurde zum Ehrenkommandant der Stadt Schrozberg ernannt. Abteilungskommandant wurde im gleichen Jahr Josef Pesch.
1994 übernahm Alexander Kolb das Kommandantenamt.
1998 Brand der fürstliche Domäne in der Bartensteiner Ortsmitte.
2001 wird der Ford Transit nach 32 Dienstjahren durch einen neuen VW-LT 35 ersetzt.
2004 wird Eberhard Hofmann Kommandant.
2007 wird Volker Schropp Kommandant.
Seit 2014 ist Frank Dräger Kommandant.
Im Sommer 2020 wurde mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses „Schrozberg-West“ und eines 200.000 Liter fassenden Löschwasserbehälters in der Niederstettener Straße in Bartenstein begonnen. Die Ausschreibungen für ein neues Löschfahrzeug LF10 sind in Vorbereitung. Künftig werden an diesem Standort die Abteilungen Bartenstein, Ettenhausen und Riedbach gemeinsam stationiert und ausrücken.

Momentan sind 15 Feuerwehrleute im Dienst. Einmal im Monat treffen sie sich zum Üben, meist samstags. Unser Hornist Ulrich Grönsfelder bläst jedes Jahr zur Hauptversammlung sein Horn.

Neben der Feuerwehrarbeit organisiert und bewirtet die Feuerwehr Bartenstein noch den bekannten Ostermarkt, stellt den Maibaum und hilft beim Brunnen- und Straßenfest. Für den Ostermarkt wird an das Feuerwehrgerätehaus die „Osterschenke“ temporär angebaut.